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Kopftuch-Verbot für unter 14-jährige Schülerinnen, Statement der apfl-ÖLI-ug 17.09.2026

  • Wir lehnen das Kopftuchverbot entschieden ab. Dieses Gesetz führt zu Spaltungen – in der Klasse, im Lehrer:innenzimmer, auf der Straße.
  • Die apfl-ÖLI-ug nimmt Berichte von Übergriffen und Bloßstellungen von kopftuchtragenden Mädchen, aber auch kopftuchtragenden Personen im öffentlichen Raum mit Besorgnis zur Kenntnis. Diese Vorfälle sind in unseren Augen Konsequenz eines Gesetzes, das im Rahmen des ausgerufenen Kampfes gegen den sogenannten „politischen Islam“ zu verstehen ist.
  • Das Gesetz führt nicht zum Schutz von Mädchen oder zur Säkularisierung der Schule – sondern befeuert antimuslimische Ressentiments.
  • Schule muss ein Safe-Space sein – besonders für von Benachteiligung betroffene Mädchen. Beziehungsarbeit ist die Basis für gelingenden Unterricht. Die Meldungspflicht von Lehrpersonen erschüttert das Vertrauensverhältnis zwischen Pädagog:innen und kopftuchtragenden Mädchen.
  • Mit dem Kopftuchverbot wird aus unserer Sicht von tatsächlichen Problemen im Schulsystem abgelenkt: Von den politischen Verantwortlichen fordern wir:
    • Personaloffensive jetzt! Nicht mehr als 20 Schüler:innen pro Klasse, Doppelbesetzungen in Volksschulen und den Schularbeitsfächern in der Mittelstufe tragen dazu bei Überforderung, Stress und Burnout von Lehrer:innen zu vermeiden.
    • Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen jetzt! Flächendeckend multiprofessionelle Teams nach Notwendigkeit  an jedem Schulstandort, Supervision für Lehrer:innen ausbauen …
    • Aufbau eines tatsächlich inklusiven Bildungssystems vom Kindergarten bis zur Uni!
    • Ausbau statt Einsparungen im Bildungsbereich