Rezensionen

Heinrich Steinfest: Die Linkshänderinnen

Heinrich Steinfest, 1961 in Australien geboren, lebt in Wien und im Odenwald. Er bezeichnet sich selbst als Nesthockers und schrieb bisher zehn Kriminalromane in der Markus-Cheng-Reihe und fünfzehn weitere sowie Sachbücher und zwölf Romane, wofür er viele Auszeichnungen erhielt. Er hat Humor und surrealen Witz, manchmal für mich allerdings zu ausschweifende Beschreibungen.

Das neu erschienene Buch erzählt wieder von vielen Zufällen. Steinfest steigt mit diesen beiden Sätzen ein: „Es begann in einem Flugzeug. Genauer gesagt, war es zwei randalierenden Fluggästen zu verdanken, dass sich die drei Frauen begegneten.“ Diese drei sehr unterschiedlichen Frauen (Zoologin, Heilmasseurin, Kanzleiangestellte) finden mit der Zeit heraus, dass sie Alter, ihre Linkshändigkeit und gegenseitige Sympathie verbindet. In seiner Danksagung verweist er auf die Autorinnen Katrin Oberhofer und Sofie Morin, die ihn zu diesem Buch inspirierten, als diese ihm in einem Wiener Lokal ihre Vision einer von Linkshändigen geführten Bar aussieht.

Wendungen in Leben jeder Einzelnen führen sie zusammen, lassen sie gemeinsam ein Projekt starten. Sie werden zu einer Institution ihres Landes. Mehr sei nicht verraten, als dass sich viel auch um Glück und Liebe dreht und wie das Leben diese Geschichte immer wieder gänzlich unerwartete Wendungen nimmt. Die Überschriften der Kapitel: Die Hölle im Himmel und der Himmel auf Erden / Schatten und Licht / Das Spiel fängt an / Das versprochene Nachwort.

Des Autors Stil und Wortspiele wie: „Bevor sie dann den nassen Sport aufgab und sich ganz der trockenen Wissenschaft widmete.“ sind vertraut. Sofort können die Leser:innen in die Steinfestwelt eintauchen, sich leiten und führen lassen, gut unterhalten und am Ende glücklich ausatmen. Das schmale Bändchen ist eine angenehm leicht spannende good feel Lektüre für alle, die aus dem Alltag aussteigen und unterhalten werden wollen.

Ilse M.Seifried, MA, www.i-m-seifried.at

Rezension, August 2026

144 Seiten, Piper 2026, ISBN 978-3-492-07425-4