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I don’t Care-Arbeit

Während die Rolle von männlicher Verantwortung bei der Kindererziehung- und Betreuung kaum zur Diskussion steht, gilt Care-Arbeit als weiblicher Liebesdienst. Und Liebe – Liebe ist doch keine Arbeit. So äußerte sich auch im August unser Herr Bundeskanzler Stocker zu dem Thema: „Kinderbetreuung ist für mich keine Arbeit“. Nun ja. Für den Herrn Bundeskanzler ist es vermutlich auch keine Arbeit. Die tägliche Belastung übernimmt selbstverständlich die unsichtbare Sorgearbeiterin.

Kurz darauf räumte er ein, dass die Formulierung fehlerhaft gewesen sei – eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Aussage blieb jedoch aus. Statt gesellschaftlich notwendige Care-Arbeit durch angemessene Bezahlung, den Ausbau öffentlicher Infrastruktur und faire Arbeitsbedingungen tatsächlich anzuerkennen, bleiben wir doch lieber beim Applaus. 

Am 10. August 2026 versammelten sich zahlreichen Demonstrantinnen (und auch eine paar Demonstranten) vor dem Bundeskanzleramt auf dem Ballhausplatz in Wien – selbstverständlich war auch die Österreichische Lehrer:innen Initiative vertreten.