apflug

aktive pflichtschullehrer*innen - unabhängige gewerkschafter*innen

 Newsletter Juni                         29.6.2020

    Ein aufregendes Schuljahr geht zu Ende:

   CoViD19 und die Auswirkungen führen zu homeschooling. Unser Dienstgeber setzt voraus, dass wir Lehrer*innen unsere privaten Ressourcen (Computer, Telefon,…) zur Verfügung stellen; statt zeitgerechter Informationen für die Schulstandorte gab es publikumswirksame Pressekonferenzen, die von den Schulleiter*innen eine nahezu unmittelbare Umsetzung ein-forderten. Zur „Erleichterung“ fanden diese Vorgaben vorzugs-weise vor Wochenenden oder an Feiertagen statt.                Auch Volksschullehrer*innen blieben nicht verschont, ihnen wurden in der vorletzten Schulwoche neue Formulare für Ergänzungsblätter zu den Zeugnissen abverlangt.   

   Ein erneutes Negativbeispiel aus der Wiener Bildungsdirektion: Erst zwei Wochen vor Schulschluss werden die Stunden-kontingente für 2020/21 bekannt gegeben. Im Volks- und Mittelschulbereich gibt es deutliche Kürzungen, an einzelnen Standorten bedeutet dies 1-2 Lehrer*innen weniger. Gemeinsam mit den anderen PV-Fraktionen fordern wir für die Zukunft eine rechtzeitige Einbindung der Personalvertretung im Sinne ihres Mitwirkungsrechtes (gem. PV-Gesetz) und die rechtzeitige Bekanntgabe dieser für Planungen wichtigen Stunden-kontingente.

   Als apfl setzen wir uns für eine transparente Auflistung ein, wohin die an vielen Standorten fehlenden Stunden gehen! Welche Projekte und Schwerpunkte werden dadurch unterstützt? Wir sind für eine Gratis-Ganztagsschule, aber nicht wenn diese auf Kosten des bisherigen Unterrichts geht. 

   Klar ist, dass die Knappheit der Ressourcen auch durch die zugeteilten Stunden aus dem Bildungsministerium entstehen: Ein Ballungszentrum, eine Großstadt wie Wien, hat einen anderen Bedarf an zusätzlichen Angeboten, Fördermaßnahmen als der ländliche Raum. Bildung darf nicht zum politischen Spielball werden: Ein „Match“ vor den Wiener Gemeinderats-wahlen "Rot" gegen „Schwarz“, Wien gegen Bund ist auf dem Rücken der Schüler- und Kolleg*innen aus unserer Sicht nicht angebracht.                  

  Kostenlose Ganztagesschule für alle, die es brauchen, Laptops, Tablets für alle Kids ab der 5. Schulstufe – nur um zwei Beispiele zu nennen – sind nach außen gut wirkende Projekte, die sehr viel Geld kosten und keinem etwas bringen, wenn weiterhin Personal an den Schulstandorten eingespart und ordentliche pädagogische Arbeit somit fast schon ad absurdum geführt wird.

   Summer school: Ein Projekt des BMBWF: Als Personal-vertreter*innen weisen wir dezidiert auf die Freiwilligkeit der Teilnahme hin. Bemerkenswert ist die unterschiedliche Abgel-tung der Beteiligten: Schulleiter*innen erhalten pauschal 250,-, Lehrer*innen MDL, die teilnehmenden Studierenden werden mit bis zu 5 ECTS „entlohnt“. Was diese bis zu 5 ECTS den Studierenden bringen, obliegt den einzelnen PHs.

 

   Wir wünschen dir schöne erholsame Ferien, danke dir für deinen Einsatz in diesen schwierigen (Schul-)Zeiten!               Ein Ö1-Tipp zum Nachhören Gedanken Mo-Fr:

https://oe1.orf.at/programm/20200625/603833/Manuel-Rubey-ueber-Schule

 

Nach der Sommerpause können wir einander hoffentlich wieder am Montag, den 14.9., um 18:30 in der Großen Mohrengasse 42 im KIV/UG-Club treffen. Wenn du Interesse hast, komm vorbei!

Kontakt: Gaby Bogdan: gaby.bogdan@outlook.com

              Bernd Kniefacz: b.kniefacz@apflug.at

  Österreichweit sind wir übrigens -alle Schultypen vertretend-   in der Österreichischen Lehrer*inneninitiative verankert: www.oeliug.at

 



Stundenkontingente 2020/21 19.6.20

Erst am 18.Juni wurden den Wiener Schulstandorten die Stundenkontingente für das kommende Schuljahr übermittelt. Die Personalvertretung wurde bisher nicht korrekt eingebunden.

Folgende Kürzungszahlen geistern durch die Wiener Schullandschaft:

VS: minus 1,3 Lehrer*innenwochenstunden pro Klasse

MS: minus 1,1 Lehrer*innenwochenstunden pro Klasse

Das bedeutet für manche Schulstandorte 1-2 Lehrer*innen weniger, die eingesetzt werden.

Warum gibt es diese Kürzungen?

Wofür werden diese Stunden eingesetzt?

Die apfl-ug setzt sich im Zentralauschuss der Personalvertretungen für eine Rücknahme der Stundenkontingent-Kürzungen ein.

 


Unsere Zeitung apflspalten Ausgabe Juni ist gerade gedruckt worden, auf dieser Homepage findest du sie unter der Rubrik apflspalten.                                                                                     Wir freuen uns über dein Feedback: s. Kontaktformular



Bezahlung von Praxislehrer*innen?                          28.5.2020

Leisteten Praxislehrer*innen während der CoViD19-bedingten Schulschließung Arbeit und unterstützten sie ihre zugeteilten Studierenden. Eindeutige Antwort: JA!

Die Bildungsdirektion meinte zunächst, dass die Praxislehrer*innen für die Zeit der Schulschließung keine Zulagen bekommen sollten. Der Zentralausschuss der Personalvertretung wurde aktiv (s. Link).

Die Bildungsdirektion korrigierte vernünftigerweise ihre Ansicht, die Praxislehrer*innen erhalten für ihre geleistete Arbeit auch ihre gerechtfertigte Bezahlung.


Offener Brief an den Wiener Bürgermeister und die BiDi Einsatz von Lehrer*innen aus Risikogruppen,...          13.5.20


Freiwilliges Unterrichten an schulautonomen Tagen    1.5.20


Stellungnahme zu Schulöffnung im Mai 2020               24.4.20

Fragen an die Bildungsdirektion!                                   10.4.20


 



 

Wir sagen, was wir meinen, und tun, was wir können

 

parteiunabhängig
kompetent
engagiert

Wir sind authentisch: 



 


 


Abschied von unserem Kollegen Karl Fischbacher





Abschied von unserer Kollegin Barbara Weichinger

 


Sehr gerne beantworten wir deine Anfrage über unser Kontaktformular oder/und in einem persönlichen Gesprach.